Christian Wenk an seinem Arbeitsort

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Christian Wenk bei Dreharbeiten

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Business News:

Aktualisiert am 29.07.2010
Utran Kili: Zwischenbericht


Aktualisiert am 28.07.2010
SommerTalk mit Christian Wenk


Schulprojekt "Utran Kili"

Zwischenbericht, Oktober 2010
(von Orzala Ashraf Nemat)

Übersetzung der englischen Originalfassung

Die Bauarbeiten am Schulgebäude gehen gut voran und sind zu 75% abgechlossen. Im Oktober wurde die Zahl der Bauarbeiter erhöht, um den Abschluss der Arbeiten vor dem Wintereinbruch zu gewährleisten.

Alle Rohstoffe für den Beton (Steine, Sand, Kies) wurden vorbereitet und können nun verwendet werden. Die Steine wurden gesprengt, um sie auf die richtige Grösse zu bringen. Die Betonherstellung, nahm jedoch viel mehr Zeit in Anspruch, als geplant. Die Arbeiter mussten Sand und Kies aus Flussbetten aus einer Entfernung von ca. 2 Km hier her nach Utran bringen.

Das Mauerwerk der Klassenzimmer hat beinahe sein Endstadium erreicht. Auch die Schreinerarbeiten sind schon fast abgeschlossen. Alle Fenster, Türen und sogar die Holzdecke sind bereit. Das Holz für diese Einrichtungen wurde aus einem Wald im oberen Teil von Utran besorgt. In einem benachbarten Bezirk, wurde das Holz in einer Zimmerei Fabrik zu Türen und Fenstern verarbeitet. Nun werden diese wieder nach Utran gebracht.

In der Zwischenzeit sind einige neue Komplikationen aufgetreten, welche nicht Teil des Plans waren:

- Da sich die Schule auf einem Gebiet ohne Trinkwasserzufuhr befindet, wurde ein spezielles Rohr gekauft. Das Wasser wird nun über eine Distanz von 1500 Meter mittels Pipeline aus einer Quelle gepumpt. Es wurde ein spezielles Rohr, welches resistent gegen Kälte und Frost ist, installiert.

- Zusätzlich zu den Klassenräumen, sind die Arbeiter daran, eine Terrasse mit 25m Länge und 3 Meter Höhe zu bauen. Hierfür wurde durch Brechen des Berges ein Fundament hergestellt. Dieser Teil ist aus verschiedenen Gründen notwendig. Es braucht ein solides Fundament, um den Ausgleich und somit die Stabilität des Gebäudes zu gewährleisten. Außerdem trägt es zum Schutz bei Hochwasser, Erdbeben und anderen Naturereignissen bei.

- Bisher wurden 20% dieser Arbeit abgeschlossen. Eine Abdeckung dieser Terrasse kann das Budget, welches wir geplant haben, erhöhen. Es gibt aber eine Option falls es keine Chance für die Erweiterung der finanziellen Mittel gibt. In der ersten Berechnung wurde die Terrasse nämlich nicht berücksichtigt.

- Während den Sommer Überschwemmungen wurden Teile der bereits verrichteten Arbeit beschädigt. Diese mussten wieder nachgebessert werden.

- Wie auch in den früheren Berichten erwähnt, leistet auch die lokale Bevölkerung einen signifikanten Teil der Arbeit. Sie haben in unterschiedlicher Weise zum Bau der Schule beigetragen. Vom lösen administrativer Probleme mit dem Ministerium für Bildung, über die Zubereitung von Nahrung für die Arbeiter, bis hin zum Transport des Holzes für die Herstellung der Inneneinrichtungen. Die Mitarbeit der lokalen Bevölkerung am Gebäude ist sehr wichtig. Es gibt den Menschen das Gefühl der Eigenverantwortung und stärkt so die Gemeinschaft. Zusammen will man das Gebäude auch von möglichen Angriffen jeglicher Art schützten.

Folgende Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen:

- Die Fertigstellung der Wasser-Quelle in der Schule
- Pflastern und Innenausbau der Innenräume
- Befüllen der Zimmer mit Beton (Fundament)
- Verkleidung der Decken mit Ziegel und Holz
- Verputz des Daches
- Einbau von Fenstern und Türen
- Malerarbeiten am Gebäude
- Bäume pflanzen im Schulbereich
- Einweihung der Schule

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Zwischenbericht, März – Juli 2010
(von Orzala Ashraf Nemat)

Übersetzung der englischen Originalfassung

Die Bauarbeiten für das Schulprojekt begannen am 21. März, am Neujahrstag nach afghanischem Kalender. Das Grundstück, worauf die Schule gebaut wird, ist 2’000 m2 gross. Wegen des felsigen Untergrunds hat die Arbeit an der Planierung des Grundstücks die meiste Zeit innerhalb des ganzen Projekts beansprucht. Einige Steine waren so gross, dass sie gesprengt werden mussten. Erfreulicherweise spendeten einige Dorfbewohner den dafür benötigten Sprengstoff. Das Bauteam arbeitete eng mit der Dorfgemeinschaft zusammen und meisterte diese Arbeitsphase gut.

Beginn der Bauarbeiten

Danach musste eine Stützmauer von 50 Metern Länge und 2 ½ Meter Höhe gebaut werden, um das Grundstück gegen Überflutung, Erdrutsche und andere Beschädigungen zu schützen.

Die Arbeiten am Fundament haben bereits begonnen; die momentane Grösse, worauf die Schulräume gebaut werden, ist 181.44 m2 gross.

Ein grosser Anteil an den Gesamtaufwendungen sind die Kosten für das Holz, das für die Deckenverkleidungen, Fenster, Türen und Fensterrahmen benötigt wird. Der ortsansässige Vertreter des Gemeinderats und der Projektleiter leiteten Verhandlungen mit einem Besitzer eines grossen Waldes auf der anderen Seite des Berges ein. Laut Gesetzt bedarf es einer Bewilligung, um dieses Holz für verwenden zu dürfen; der Gemeinderat und der Projektleiter ersuchten die örtliche Verwaltung um die entsprechende Bewilligung. Das Holz darf nicht für persönliche Zwecke verwendet werden, während es für öffentliche Zwecke erlaubt ist. Daher erreichte die Gemeinde sogar einen weitaus günstigeren Preis als sie am Markt vom Bezirk Noorgal üblich wären.

Um sicher zu gehen, dass der ausgehandelte Preis auch tatsächlich niedriger ist, habe ich die offiziellen Holzpreise offerieren lassen: Die üblichen Preise wären wirklich drei- bis viermal höher gewesen.

Das Holz wurde mit Hilfe der Dorfbevölkerung erworben und transportiert. Die Distanz, die dafür überwunden werden musste, beträgt rund 16 Stunden zu Fuss, weil einerseits die Wege nicht gepflastert sind und andererseits ein Berg von 4’000 m Höhe überwunden werden muss! Der Holztransport war daher nur dank der Hilfe von Freiwilligen aus der Dorfgemeinschaft möglich.

Wegen der unerwartet grossen Hitze in diesem Sommer verzögerten sich die Arbeiten um einige Wochen. Sobald jedoch der jahreszeitlich bedingte Regen einsetzen wird, können die Arbeiten wieder aufgenommen werden.

Bis dato (24. Juli) sind gemäss dem Projektleiter 41% der Arbeiten erledigt. Obwohl die Arbeitsplanung leicht geändert musste, kann der Zeitplan dennoch eingehalten werden.

In den nächsten Monaten werden die folgenden Arbeiten ausgeführt werden:

- Maurerarbeiten an den Klassenzimmern (Mauerwerk)
- Bereitstellen des Baumaterials (Stein) für drei Räume (Anmerkung: Das Baumaterial für drei andere Räume ist von den Arbeiten am Grundstück bereits vorhanden.)
- Tischlerarbeiten an Türen und Fenstern parallel zu den Maurerarbeiten
- Böden betonieren
- Räume verputzen
- Dachdeckerarbeiten (Ziegelsteine)
- Einsetzen von Türen und Fenstern
- Malerarbeiten
- Pflanzen von Bäumen auf dem Schulareal

Die Bauarbeiten können voraussichtlich Ende Oktober beendet werden. Der Baufortschritt wird mittels einer Video- und Digitalkamera laufend dokumentiert.

Das Dorf Utran

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